THEORIE + PRAXIS = KOMPETENZ

Neben fachlichem Wissen orientiert sich die Ausbildung an vier übergeordneten Kompetenzbereichen, die das Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege formuliert:

Fachliche Kompetenz

  • Professionelles Selbstverständnis als Gesundheits- und Krankenpflegerin erlangen
  • Fähigkeit  Beobachtungen am Patienten oder Bewohner richtig deuten
  • Professionell anleiten und beraten
  • Präventives Handeln

Sozial-kommunikative Kompetenz

  • Fähigkeit zur Perspektivübernahme
  • Empathie
  • Konflikte konstruktiv lösen können
  • Kritik wie Selbstkritik aushalten
  • Kommunikative Kompetenz

Methodenkompetenz

  • Ziele für das Pflegehandeln formulieren
  • Die Pflege gewissenhaft durchführen und überprüfen
  • In Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen Informationen einholen, verarbeiten und Entscheidungen treffen (Kreativität und Innovationsfähigkeit spielen eine entscheidende Rolle)

Personale Kompetenz

  • Sich selbst kennen lernen
  • Mit den eigenen Gefühlen umgehen können
  • Eigene Haltung zu den existenziellen Fragen des Lebens finden und Fähigkeit eine Balance zwischen Nähe und Distanz entwickeln
  • Beitrag zur Gestaltung von beruflichen und gesellschaftlichen Prozessen leisten können politisches Bewusstsein haben und sich einbringen
  • Leistungsbereitschaft, Lernbereitschaft, Offenheit, Glaubwürdigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit

Vergleiche: Oelke, Uta und Marion Menke: Gemeinsame Pflegeausbildung, S. 20, Verlag Hans Huber, Bern 2002. Lauber, Annette: Grundlagen beruflicher Pflege, S. 93 ff, Thieme Verlag, Stuttgart 2001.